Die G-Motoren haben zwar keine Abgasrückführung im klassischen Sinne, es gelangt aber trotzdem ein Teil des Abgases durch die sogenannte Ventil-Überschneidung in den Ansaugtrakt.
Hier wird bei bestimmten Lastzuständen das Einlassventil schon geöffnet, bevor das Auslassventil geschlossen ist.
Das führt dazu, das beim Ausstossen des Abgases ein Teil dessen in den Ansaugtrakt gedrückt wird und beim nächsten Arbeitstakt mit verbrannt wird.
Habe weiter zu dem Thema recherchiert und muß mich (erfreulicherweise) selbst korrigieren: ![]()
Beim Ausstoßtakt schließt das Auslassventil (AV) nach OT und nutzt hier die Trägheit des Abgasstromes.
Da das Gasgemisch im Auslasskanal schon stark beschleunigt wurde, aber der Kolben bereits langsamer wird, entsteht ein Unterdruck im Brennraum.
Deshalb wird kein Abgas durch das bereits vor OT geöffnete Einlassventil (EV) zurückgedrückt, sondern es findet ein Spülvorgang statt, indem durch das Einlassventil Luft einströmt und zugleich Abgas durch das Auslassventil ausströmt (überspülen und kühlen des AV).
Ventilüberschneidung:
Bei Teillast sind für eine kurze Phase (vor Ende Ausstoßtakt / nach Anfang Ansaugtakt) EV und AV gleichzeitig geöffnet.
Dabei tritt folgender Effekt auf: Nach OT kann ein Teil der Abgase durch das immer noch geöffnete AV beim Ansaugtakt wieder in den Zylinder zurückgezogen werden und beim nächsten Arbeitstakt mit verbrannt werden (innere Abgasrückführung).
Dies verbessert die Abgaswerte (weniger Sauerstoff im Zylinder bewirkt weniger NOx).
Für die G-Motoren bedeutet es, das keine heißen Abgase in den Ansaugtrakt gelangen (wie irrtümlich angenommen) und deshalb die Rußpartikel im Brennraum, Abgaskrümmer und Katalysator verbleiben.
Eine vorbeugende Reinigung mit Kraftstoff-Additiven bzw. Abscheidungsreinigern macht also Sinn. ![]()