Hallo!
Ich versuche nicht jedes Automobile Abenteuer hier festzuhalten und ich fahre wirklich viele anderes Zeug neben dem Mazda in den Urlauben. Von unspektakulären Skoda Fabias und neuerdings wegen der tollen Anbindung an den Flughaufen auch mal einen Ibiza oder Golf von Sixt Share. Zum Fahren solide Alltagsautos, aber nichts was hervorsticht, wie der Hybrid Yaris mit lächerlichem Verbrauch, dem Duster, der die schlechtesten Straßen, die ich je befahren hatte bezwang oder dem Jimny der die zweitschlechtesten Straßen meisterte.
In diesem Kapitel geht es wieder in den Norden und zwar wieder nach Norwegen. Da uns der Urlaub letztes Jahr so gefallen hat und wir unbedingt Bergen sehen wollten, haben wir vor gut einem halben Jahr einen Flug gebucht und kurz drauf einen Mietwagen. Aber bereits bei der Buchung ging das Drama los. Die Mietwägen kosten richtig Geld und letztes Jahr sind wir deshalb auf Finnland ausgewichen. Nachdem bei Check24 nichts passendes war, brachte mich ADAC auf ein Angebot, das so gar nicht in mein Suchraster passte: 7 Sitzer, VW Sharan oder ähnlich. Eigentlich buche ich nur was ich wirklich brauche, denn groß und schwer bedeutet nur wieder mehr Geld fürs Tanken. In diesem Fall war das Angebot einfach locker 300 Euro unter einem Kleinwagen bei Check24.
Und die Monate bis zum Urlaub verstrichen und ich hielt ausschau nach Sharans, um zu sehen, wie groß das Teil ist, aber irgendwie gar keine mehr auf der Straße gesehen. Zumindest nicht in neu, denn üblicherweise wären die Mietwägen ja keine 10+ Jahre alt.
Am Tag der Abholung kommt dann die Info, es ist ein Volvo. Und nicht nur irgendeiner, sondern der Platzhirsch... oder Platzelch.
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Das Ding ist einfach völlig übertrieben für 2 Personen. 2,4T Panzer auf 20 Zoll Rädern. 7 Sitze. Oder einfach ein undendlich großer Kofferraum.
Ein Blick aufs Heck verriet, dass es sich tatsächlich um den Platzelch handelt. T8 steht für die höchste Motorisierung, ein 2 Liter Turbo und Kompressor Motor mit 310ps zzgl. 145ps Elektromotor. Systemleistung also 445ps. Etwas Paradox, wenn man bedenkt, dass man auf den meisten Straßen nur 80km/h fahren darf.
Und so ging es los auf die 1700km lange Reise von Bergen zu den Fjorden und Pässen bei bestem Wetter. Einer der Stops war die bekannte Trolltunga.
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Die Füße taten nach diesem Gewaltmarsch bis tief in die Nacht weh.
Später ging es zum Geiranger Fjord und den 7 Sisters Wasserfällen. Wegen der Wärme waren nur 3 der sonst 7 Wasserfälle sichtbar.
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Mit was wir gar nicht gerechnet hatten, war der Mangel an Unterkünften. Jetzt im Juli ist quasi alles ausgebucht und man findet absolut gar nichts. Wir haben dann geprüft, ob das Auto eine ebene Ladefläche hat und einfach im Auto am Campingplatz gepennt:
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Auch mit 187cm Körpergröße machbar, aber erholsam ist was anderes. Leider fehlten die Schlafsäcke, da wir eher unvorbereitet auf Camping waren. Das Camping im Auto war übrigens gar nicht so einfach. In der ersten Nacht, gegen 0:30 als ich den Wagen von innen abgeschlossen hatte ging plötzlich der Alarm los. Der Volvo hat ähnlich wie auch Mazda eine Innenraumüberwachung, die man vorher deaktivieren muss. Darauf folgte der nächste Epic-Fail: Die Kindersicherung war an und die Türen hinten ließen sich nicht öffnen, während die vorderen Sitze vollgepackt mit Gepäck waren. Irgendwie schaffte ich es die Beifahrertür aufzumachen, den Koffer raus zu stoßen und danach selbst dort raus zu kriechen, um die Kindersicherung an der Fahrertür zu deaktivieren. Eine weitere Sorge war dann noch, ob nicht irgendwelche Steuergeräte an bleiben, wenn der Funkschlüssel im Innenraum bleibt und ggbfs. die Batterie leer saugt. Eine aufregende und wenig erholsame Nacht.
Die 10 Tage gingen schnell vorbei. Die große Motor hatte ein leichtes Spiel mit dem schweren Wagen und recht mühelos kam man gut vorran. Mit leerer Hybrid-Batterie waren die Verbräuche natürlich das krasse Gegenteil vom Yaris letztes Jahr. Der beste Wert sah ungefähr so aus:
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6,x irgendwas Liter und über 1000km Reichweite bei einem 71 Liter Tank. Die Pferde waren aber in der Regel durstiger.
Hier noch ein paar letzte Impressionen:
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Ich will den Volvo gar nicht mit dem CX-30 vergleichen, obwohl ich mich an einem Parkplatz bewusst daneben gestellt hatte. Der Volvo ist einfach 2 Nummern größer und ein Vergleich mit dem CX-80 wäre eher angemessen. Heute beim "Abstieg" in den CX-30 war ich verwundert, wie tief man im Mazda sitzt
War auf jeden Fall wieder eine schöne Erfahrung im Norden und kann jedem Bergen und die Fjorde bis nach Alesund wärmstens empfehlen.