Dazu zitiere ich mal aus einer Diskussion im großen Mazda-Forum:
ZitatAlles anzeigenIch gebe bei allen Überlegungen, wie und warum die Verbrauchsanzeige im Auto von der errechneten Verbrauchsmenge anhand der getankten Treibstoffmenge abweicht, noch folgendes zu bedenken:
Ein typisches elektrisches Messgerät, auch ein solches, das von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern benutzt wird, ist eines der 2%- oder gar eines der 5%-Klasse. Nur sehr hochwertige Messgeräte sind auf 1% oder besser genau.
In Anbetracht der Tatsache, dass es beim Autobau auf jeden Cent ankommt, wird mit Sicherheit bei einer vergleichsweise unwichtigen Anzeige wie dem Durchschnittsverbrauch kein teurer Aufwand getrieben, dass in den heutigen Autos überhaupt halbwegs genaue Verbrauchswerte angezeigt werden, liegt mit Sicherheit daran, dass diese Daten aufgrund der prozessor gestützen Motorsteuerung eh anfallen und praktisch ohne weitere Kosten angezeigt werden können, dafür sind nur ein paar Zeilen Code im Controller zu schreiben. Dass ein Fahrzeughersteller bei solch einer Anzeige die Messungenauigkeit eher in Richtung „geringer Verbrauch“ verschiebt, ist nachvollziehbar, denn ein geringe(re)r Verbrauch liest sich halt schöner.
Die erlaubte Messabweichung an einer Tanksäule liegt bei max.1%. Das qualifiziert diese Messung schon als hochgenau.
Allerdings gibt es gerade bei der errechneten Verbrauchsermittlung mehrere Fallstricke, denn einige Effekte können schnell einen Fehler im Bereich von 1-2% ausmachen.
Der Auslösepunkt der Zapfpistole hängt von mehreren Faktoren ab:
z.B. wie weit ist die Pistole im Tankstutzen eingeführt? Wie groß ist der Durchfluss eingestellt, denn auch die Geometrie des Tankbefüllstutzens bis in den Tank, all das kann den Abschaltpunkt der Zapfpistole beeinflussen.
Auch wird dieser Abschaltpunkt nicht bei allen Pistolen gleich sein. Und, ob ich nach dem Auslösen noch auf „volle Euro“ nachzapfe, kann ebenfalls schnell mal 0,2 - 0,3 Liter Differenz ausmachen.
Alles in allem vermute ich bei der rechnerischen Ermittlung des Verbrauchs dadurch ebenso eine Grundgenauigkeit von höchstens 2-3%.
Insofern halte ich eine Abweichung zwischen BC und getankter Menge von bis zu 0,7 über mehrere (viele) Tankvorgänge für normal und tolerierbar.