1. Inspektion 20Tkm

  • Auch die Zeiten für Vertragshändler werden rauer und teurer.

    Durch den digitalen Nachweis (EU lässt grüßen) muss ein erhöhter Aufwand an Dokumentation getrieben werden und Bürokratie war noch nie deren Liebling.

    Auf der einen Seite ist es reine Kulanz, wenn ein Kunde sein eigenes Öl im geschlossenen Gebinde mitbringen kann, auf der anderen Seite ein Verlust an Marge für das Autohaus.

    Ich behaupte mal, wenn jeder Kunde sein eigenes Öl mitbringen dürfte, würde das Abschmelzen von AH-Vertragshändler wesentlich stärker von statten gehen, weil der größte Margenbringer fehlt.

    Ob das letztendlich für den Kunden von Vorteil ist, dass er 50 € an Motoröl spart aber dafür 250 km bis zum nächsten Vertragshändler fahren muss, lass ich mal so stehen - Yin & Yang.

    Gruß Alex


    * 2025 Mazda CX-30, Takumi, 2,5L e-SKYACTIV G140, 6AT, FWD in Soul Red Crystal, zugelassen am 10.03.2025 *

  • Was waren das doch für Zeiten, als über Garantie und Gewährleistung überhaupt nicht gesprochen wurde!

    Man ging mit seinem Auto respektvoll um und erfreute sich der Kulanz der Werkstatt des Vertrauens. Und dabei hielten die Automobile, bis sie dem Rostfraß zum Opfer fielen meist länger als sie heute gegen neue ausgetauscht werden. Damals wechselte man das Öl freiwillig alle 5000 Kilometer, um „ihm“ etwas Gutes zu tun, allerdings meist selbst durchgeführt. Ich meine, Porsche war der erste Hersteller, der längere Ölwechselintervalle vorschrieb; ausgerechnet.

    Autofahren war eigentlich immer teuer, nur heutzutage wollen mehr Akteure daran verdienen (Zusätze für Kraftstoff und Öl, Garantieversicherungen, Verkehrs-Rechtsschutz-Versicherungen etc.). „Früher“ war ein Benz einfach langlebiger als ein Fiat und jeder „wusste“ es. Er war aber auch teurer, und man akzeptierte Lieferzeiten von über einem Jahr.

    CX-30-x Automatik, Exclusive Line, Polymetal-grey, Lederausstattung schwarz, Driver Assistance&Sound, Design Paket.

    Ich wollte unbedingt diesen Motor haben🤪.

    2 Mal editiert, zuletzt von Honkymeyer () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Schon klar, aber mit Aufwand sind in erster Linie die Mehrkosten für Autohäuser gemeint.

    Früher wurde die handgeschriebene Werkstattberichtskopie in einen DIN A4 Ordner mit alphabetischen Index nach Kundenname abgeheftet, Kosten pro Ordner > 5 € und Manpower-Aufwand ca. 2 Minuten.

    Heute wird das Ganze direkt in den PC mit individueller Branchen-Software in vorgefertigte Masken eingetippt.

    Klarer Vorteil, es ist strukturiert und im Netzwerk jederzeit abrufbar, aber es kostet 10x mehr Kohle durch zusätzliche IT-Hard-und Softwarekosten, Lizenzen, IT-Wartung und Mitarbeiterschulungen, die der Kunde letztlich zahlen muss.

    Gruß Alex


    * 2025 Mazda CX-30, Takumi, 2,5L e-SKYACTIV G140, 6AT, FWD in Soul Red Crystal, zugelassen am 10.03.2025 *

  • Hier muss ich doch widersprechen: das Digitalisierung für alle (Kunden und Lieferanten) Vorteile bringt, ist doch wohl unbestritten! Und die IT-Voraussetzungen sind bei heutigen Unternehmen aus vielerlei Gründen ohnehin schon gegeben. Ludolphs Haufenprinzip ist heute wohl eher selten anzutreffen. Was bleibt, ist der Aufwand für die Datenerfassung und IT-Sicherheit. Und die Datenerfassung ist mit modernen Warenwirtschaftssystemen häufig mit Scanner etc. unterstützt, so daß Mehrfacheingaben der Vergangenheit angehören. Dieser Wasserkopf wird stetig größer und muss mitbezahlt werden. Aber genau hier hilft gut durchdachte IT.

    CX-30-x Automatik, Exclusive Line, Polymetal-grey, Lederausstattung schwarz, Driver Assistance&Sound, Design Paket.

    Ich wollte unbedingt diesen Motor haben🤪.

  • Trimmi

    Bei meinem Händler in HH auch kein Problem Öl mitzubringen . Du wohnst halt zu weit nördlich. 😉

    Jau... Haben hier fast schon ein Monopol ;)
    Hat auch Ford Vginale, Ford Mustang und ist Abarth Dealer... Ach ja Zitronen, da handeln die auch noch mit...
    Tatsächlich nimmt Mazda nur den kleinsten Teil des Autohauses ein . . .

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  • Schon klar, aber mit Aufwand sind in erster Linie die Mehrkosten für Autohäuser gemeint.

    Früher wurde die handgeschriebene Werkstattberichtskopie in einen DIN A4 Ordner mit alphabetischen Index nach Kundenname abgeheftet, Kosten pro Ordner > 5 € und Manpower-Aufwand ca. 2 Minuten.

    Heute wird das Ganze direkt in den PC mit individueller Branchen-Software in vorgefertigte Masken eingetippt.

    Klarer Vorteil, es ist strukturiert und im Netzwerk jederzeit abrufbar, aber es kostet 10x mehr Kohle durch zusätzliche IT-Hard-und Softwarekosten, Lizenzen, IT-Wartung und Mitarbeiterschulungen, die der Kunde letztlich zahlen muss.

    Ich muss dir da auch widersprechen und bin anderer Meinung.


    Ich kenn die manuellen Ablagezeiten noch aus dem Autohaus. Zum Glück allerdings nur noch im "Endstadium" aus der Lehre. Dealermanagementsystem gabs damals schon.

    2min. Aufwand? .... da hab ich die stundenlangen Ablageorgien noch anders in Erinnerung. Klar als Azubi ist man da eine "günstige" Arbeitskraft gewesen.

    Ich wette auch, dass die Datenpflege (inkl. dem führen des digitalen Serviceheftes) vom zeitlichen Aufwand her auch in Summe mehrfach schneller ist.


    Ich hab ja mehrere Autohaus Systeme kennengelernt. Angefangen vom Opel ADP Optima, Loco Soft, BMW F1 und Sales Assist, Midata von Mitsubishi (F1 Abwandlung), bishin zum Mazda System MACS. Das MACS fande ich von allen dabei am besten, war allerdings auch das modernste. Es ist recht intuitiv bedienbar und ein absolut mächtiges Tool über alle Abteilungen hinweg.


    Ich zoom jetzt einfach mal nur in "meinen" Service Bereich:


    Ich finde innerhalb weniger klicks jegliche Servicehistorie, kann mir alte Rechnungen innerhalb von Sekunden abrufen. Das hat früher ordentlich Zeit gefressen, eh man eine dicke Werkstattaktie nochmal nachgelesen hat. Ich kann Teile aus dem EPC raussuchen und in den Auftrag ziehen. Hast du mal manuell einen Werkstattauftrag geschrieben oder dich früher mal beim Teilemann angestellt, der dir aus Brockhausartigen Katalogen Teile raussuchen musste? Oder aus den Aufträgen heraus Garantieanträge stellen, was früher auch per Hand alles gemacht werden musste ... In Hinblick auf die Zeitersparnis muss ich nicht weiterreden oder?


    Konkret auf den DSN bezogen: Auto kommt zum Serivce -> im DSR die Wartung anlegen, Wartungscheckliste ausdrucken und mit zum Werkstattauftrag legen, ausgefüllte Checkliste im nach Reparatur als gemacht durchklicken -> speichern - fertig. In Summe dauert das keine 10Minuten. Ist das soviel langsamer, als wenn ich alles manuell mit Stift und Kopierer machen müsste.


    Ich geb dir recht, dass die Systeme schweine teuer sind. Für einen kleinen XS Mazda Betrieb waren das schon 4stellige Beträge im Monat. Schlimm ist es für Mehrmarkenhändler, da im Regelfall die Hersteller nur mit ihrem eigenen System ordentlich funktionieren. Hast du jetzt 3 Marken, bezahlst du 3 mal jeweils eine Software.


    Auf der anderen Seite bringen die Systeme dir auch Geld. Du kannst zielgerichtetes Marketing betreiben, was über einen Kundenstamm per Aktien absolut nicht selektierbar ist. Ein weiteres Beispiel: Ich seh genau welcher Kunde wann zum Service dran wäre/ist und kann gezielt anrufen und einen Termin ausmachen. Kunden nachtelefonieren, die selbst an ihren Termin nicht denken - das ist pures Gold! Geht mit Akten nicht bzw. ist unpraktikabel.


    Das sind alles nur wenige Beispiele die einfach mal zeigen sollen, dass die Dealermanagementsysteme zwar einerseits teuer sind, auf der anderen Seite aber auch aber auch Geld bringen und Zeit/Kosten einsparen. Man muss sie nur als Werkzeugkasten / mächtiges Multitool verstehen und auch zu dem jeweiligen Zweck das richtige Werkzeug aus dem Programm nutzen.


    Aber das sind Just my 2 Cents ....

  • Honkymeyer  Stalbert

    Ich habe absolut nichts gegen modernes IT-Management, ganz im Gegenteil ich liebe eine gut organisierte EDV.

    Nach meinem Studium Anfang der1980er war ich beruflich für Hard- und Software für Großrechneranlagen von Univac- und IBM- Mainframes und später PCs verantwortlich, daher kenne ich die EDV / IT von der Picke auf bestens.


    Meine Kernaussage ist eigentlich die, dass der Kunde den finanziellen Mehraufwand einer IT mittragen muss.

    Gruß Alex


    * 2025 Mazda CX-30, Takumi, 2,5L e-SKYACTIV G140, 6AT, FWD in Soul Red Crystal, zugelassen am 10.03.2025 *

  • Meine Kernaussage ist eigentlich die, dass der Kunde den finanziellen Mehraufwand einer IT mittragen muss.

    Ist das nicht überall und bei nahezu allem so? (Wird doch nix und nirgends mehr verscheinkt)...

    Kann mich noch erinner.... Gab mal Zeiten auf der Hannoverschen CeBIT z.B., da ist man mit "Säcken" nach Hause gekommen,

    heute zahlst auf jeder Messe (wo du was kaufen sollst oder dazu animiert) horrende Eintritte...


    Auch die Leasinabschreibungen zahlen am Ende andere "mit"... Und wenn's über die Steuern ist...

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